2008 - Weinfelder Musikfestival
Konzerte am Samstag 15. März 2008
im Rathaus in Weinfelden
13:30h
1. Konzert
Johannes Keller, Cembalo Cromatico
Entführung in die bizarre Welt der Chromatik. Kommentiertes Konzert
15:00h
2. Konzert
Camilla de Falleiro, Sopran
Daniele Caminiti, Theorbe
Johannes Keller, Cembalo
Italienische Musik aus dem Frühbarock
16:30h
3.Konzert
Gerhard Müller, Saxophon
Werke von Laurenz Custer, Milhaud, Schulhoff und Iturralde
18:00h
4.Konzert
Johannes Grütter, Violine
Simone Keller, Klavier
Werke von Mozart, Schumann, Bartók und Piazzolla
19:30h
5. Konzert
ensemble TZARA
Zum 100. Geburtstag von Olivier Messiaen:
Quatuor pour la fin du temps
(Mit einer Einführung durch Thomas Järmann)
21:00h
6. Konzert
Meduoteran:
Srdjan Vukasinovic, Akkordeon
Taylan Arikan, Baglama
Musik aus dem Balkan
Konzerte am Sonntag, 16. März 2008
im Rathaus in Weinfelden
11:30h
7. Konzert
"Matinée de printemps"
Klaviermusik von Dvorák, Aletter, Missa und Calt für 2-8 Hände
13:00h
8. Konzert
Brass Power:
Andreas Koller, Trompete
Christoph Luchsinger, Trompete
Thomas Mosimann, Bassposaune/Tuba
Andrea Rüegge, Horn
Raphael Staub, Posaune
Drei für Eins: Sie wünschen, wir spielen! Ein interaktives Konzertprogramm.
Werke Bach, Crespo, Dowland, Ellington, Frescobaldi, Gabrieli, Händel, Waller u.a.
14:30h
9. Konzert
Gottfried Ackermann, Violine
Fritz Kreisler:
Wienerische Musikreise durch 5 Jahrhunderte
16:00h
10. Konzert
Trio Tafeal:
Rumänische Volksmusik, Zeitgenössische Musik und freie Improvisation
17:30h
11. Konzert
Wyfelder Luusbuebe
Schweizer Volksmusik
19:00h
12. Konzert
Beat Keller´s 10:
Reto Anneler, Alt-/Sopransaxophon/Flöte
Rafael Schilt, Tenorsaxophon/Bassklarinette
Matthias Tschopp, Baritonsaxophone/Bassklarinette
Mats Spillmann, Trompete/Flügelhorn
Dave Blaser, Trompete/Flügelhorn
Andreas Tschopp, Posaune
Fabian Beck, Bassposaune
Andreas Meili, Klavier/Rhodes
Peter Gossweiler, Kontrabass
Marius Peyer, Schlagzeug
Werke von Beat Keller
20:15h
Abschlusskonzert
in der Evangelischen Kirche Weinfelden
(Eintritt frei!)
Romeo Brenn, Violine
Daniel Walder, Orgel
Werke von Bach, Satie, Saint-Saëns und Schmelzer
13 Konzerte an zwei Tagen: Die Pianistin Simone Keller hat ein Musikfestival organisiert, bei dem sie an fünf Anlässen auch selbst auftreten wird. Sie spielt erfolgreich im In- und Ausland. Dieses Jahr in San Francisco, wo sie ein neues Werk des Schweizer Komponisten Edu Haubensak uraufführen wird. Simone Keller findet es trotzdem schade, so selten in Weinfelden aufzutreten, wo sie geboren ist und heute lebt. Jetzt ist es so weit: Simone Keller wird am kommenden Wochenende fünfmal zu hören sein. Insgesamt vierzig Musikerinnen und Musiker gestalten das erste Weinfelder Musikfestival und spielen für ein symbolisches Honorar. Alle haben in irgendeiner Form etwas mit dem Mittelthurgauer Ort und der Region zu tun. «Das Weinfelder Musikfestival soll ein Fest für die Bevölkerung sein», wünscht sich Simone Keller. Sie hofft, dass stilistisch für jeden etwas dabei sei. Selbst zeigt sie sich im Rathaussaal pianistisch vielfältig. Simone Kellers Schwerpunkt liegt auf der zeitgenössischen Musik. Bescheiden spricht sie über ihre Projekte, und doch blitzt aus ihrem Blick etwas Neugieriges und sehr Waches. Die traditionelle klassisch-romantische Laufbahn hat die mehrfache Wettbewerbsgewinnerin nie angestrebt. «Da besteht die Gefahr der Vereinsamung und einer Einzelhaft am Instrument», sagt die 28jährige. Bei der Erarbeitung von zeitgenössischer Musik fasziniert Simone Keller die Möglichkeit des direkten Dialogs mit den Komponisten, einer spannenden Interaktion. «Und die Komponisten lassen sich ja durchaus auch von den Interpreten inspirieren.» Gelernt hat sie den Umgang mit modernen Partituren durch eigene Neugier, durch die Arbeit direkt am Werk. «In meiner Ausbildung musste eher ich meine Lehrer für die Moderne begeistern», erinnert sie sich. Die Arbeit mit anderen ist für sie wichtig, zum Beispiel im Ensemble Tzara, das auf Moderne und Uraufführungen junger Komponisten spezialisiert ist, oder mit der Frauenfelder Sängerin Irina Ungureanu, mit der sie Rumänisches und das Improvisieren entdeckt hat. Musik findet für Simone Keller nicht im Elfenbeinturm statt. «Als Interpretin muss ich offen für die Welt sein», sagt sie. So hat sie jüngst die künstlerische Leitung einer Zürcher Galerie übernommen. Die Weinfelderin kann inzwischen von ihrer Arbeit als Pianistin leben, wenn auch bescheiden, wie sie anmerkt. Ein Festival zu organisieren und dabei selbst fünfmal aufzutreten, das ist eine spezielle Herausforderung: «Ich spiele so oft, um die Kosten noch geringer zu halten», lacht sie. Eine zweite Auflage des Weinfelder Musikfestivals könnte sich Simone Keller durchaus vorstellen, will sich dann aber organisatorisch entlasten.Für das Weinfelder Musikfestival hat Simone Keller Musiker aller Couleur engagiert.
Durch Neugier gelernt
«Offen für die Welt sein»

